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La Festa della Salute (Francesco Guardi, 1780)

Venezia  1631

 

Ab dem Frühsommer 1630 wurde Venedig von einer großen Pestepidemie heimgesucht.

Die Seuche wütete ein letztes Mal grausam in der Serenissima und kostete mehr als ein Drittel der Bevölkerung das Leben.

Am 22. Oktober 1630 gelobte der Doge Nicolò Cantarini - der im März 1631 selbst Opfer der Seuche wurde - der Jungfrau Maria

eine Kirche zu weihen, sollte die Stadt von der Pest erlöst werden. Auch der Name wurde bereits festgelegt: 

 

Santa Maria della Salute 

La Salute

 

Nach einigen Pestwellen, die mehrmals verfrühte Hoffnung aufkeimen ließen, daß die Epidemie vorbei sei, endete im Oktober 1631 die Todesliste der Gesundheitsbehörde endgültig. Das Inferno war nach 18 qualvollen Monaten vorüber.

 

Unverzüglich begannen die Planungen für die Votivkirche 'Santa Maria della Salute'.

 

Bereits am 21. November 1631 fand  das erste 

Festa della Maria della Salute 

Festa della Salute

 

als Dank an die Jungfrau Maria zur Erlösung von der Pest statt. Dieses Fest findet seither jedes Jahr an diesem Tag statt. 

Im Jahr 1631 fanden an diesem Tag Gottesdiensten in allen Kirchen statt. Außerdem gibt es seither jährlich eine Prozession,  die von 'Santa Maria del Giglio' zu dem Platz, an dem die Kirche 'Santa Maria della Salute' gebaut werden sollte führt. Zur Überquerung des Canals wird dafür seither für einige Tage jährliche eine Pontonbrücke, die Ponte della Salute errichtet.

Ist die Prozession bei 'La Salute' angekommen, entzündet man Votivkerzen und ißt traditionelle fritelle (Rosinenkrapfen).

Es war und ist ein besinnliches Fest. Man dankt Maria für die Erlösung von der Seuche und gedenkt der Opfer.

 

Die Kirche 'Santa Maria della Salute' wurde erst 1687 geweiht. Enorme Baukosten verzögerten den Bau.

'La Salute' wurde einer der stadtprägendsten Bauten der Serenissima.